Jede Doku-Reportage folgt demselben Ablauf. Die ersten vier Seiten sind in jeder Variante identisch. Dieses wiederkehrende Skelett baut eine Routine auf — und genau die macht den Kopf frei für die anspruchsvollere Produktion auf den späteren Seiten.
Die Lehrperson steuert über drei Hebel, themenunabhängig: die 2 Aspekt-Karten (welche Inhalte verhandelt werden), das Thema (welche Reportage bzw. Station im Curriculum) und die Stufe (welche Kompetenzschicht dazugeschaltet wird).
Seiten 1–4 sind identisch. Erst ab S.5 gabelt sich die Einheit:
| Seite | BASIS | PLUS | TEAM |
|---|---|---|---|
| S.5 Kommentare einordnen |
✓ nach Kategorien einordnen | ✓ nach Kategorien einordnen | — (stattdessen Rollenwahl) |
| S.5 Übung |
Antwort auf einen Kommentar schreiben — sachlich & emotional | Haltung/Framing wählen (inkl. Fehlschluss erkennen), Narrativ + Audio planen | Rolle wählen + recherchieren, an die Beleg-Bank andocken |
| S.6 Auftrag |
Kommentar-Auftrag + Beleg-Bank + Bewertungsraster | Audio-Auftrag + Skript-Struktur + Beleg-Bank | Diskussions-Regie + Rollen-Rubrik |
| S.7 Produkt |
Kommentar (~150 Wörter) + Reflexion | Audio-Beitrag mit O-Ton + Skript + Reflexion | Podcast / Live-Debatte + individuelle Rollenreflexion |
| Sozialform | Einzel · schriftlich | Einzel + Mini-Kooperation | Gruppe 3–4 · dialogisch |
Ab Seite 5 wird dieselbe Einheit in drei Varianten geführt. Die Progression ist nicht „leicht → schwer", sondern individuell-rezeptiv → individuell-produktiv-medial → kooperativ-dialogisch. Jede Variante ist für sich vollwertig und benotbar.
Von links nach rechts kommt mit jeder Stufe eine Kompetenzschicht dazu — wie ein Abo-Stufenmodell: jede Stufe enthält alles Vorherige und etwas mehr, ohne dass eine Stufe die andere voraussetzt (jede ist eigenständig benotbar).
Dieselbe Mechanik begegnet den Lernenden über die Lehre mehrfach. Die Wiederholung des Skeletts ist das Vehikel des Kompetenzaufbaus — nicht seine Schwäche.